Neuseeländischer Dollar versucht sich zu erholen
Der neuseeländische Dollar stieg auf rund 0,581 USD und reduzierte damit die Verluste der Vorwoche. Er versuchte, sich von einem Tiefstand der letzten sieben Wochen zu erholen, da die Märkte weiterhin die Möglichkeit einer Zinserhöhung der neuseeländischen Zentralbank (RBNZ) in diesem Jahr prüften.
Die steigenden Ölpreise im Zusammenhang mit dem anhaltenden Nahostkonflikt machen sich zunehmend in Neuseeland bemerkbar und treiben die Benzinpreise und Flugtickets in die Höhe.
Angesichts dieses zunehmenden Drucks gehen mehrere Ökonomen davon aus, dass die Zentralbank die Zinsen früher als bisher erwartet anheben muss.
Die Märkte spiegeln diese Möglichkeit bereits wider: Anleger preisen mehrheitlich eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September ein und schätzen die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Erhöhung im Dezember auf über 70 %.
Dies steht im Gegensatz zur Einschätzung der RBNZ, die aufgrund des schwachen wirtschaftlichen Umfelds eine Zinserhöhung bis Jahresende noch nicht vollständig in ihren Prognosen berücksichtigt.
Die Anleger warten nun gespannt auf die diese Woche erwarteten BIP-Daten für das vierte Quartal, die die Aussichten weiter trüben könnten, da mit einem deutlichen Rückgang des Wachstums im Vergleich zum Vorquartal gerechnet wird.